Learntec

Virtueller Kongress und Präsentationen 1998

An 19 deutsche Hochschulen wurde erstmalig ein Teil der Learntec bundesweit live übertragen. Je nach technischer Ausstattung der Partner wurde eine geeignete Technologie eingesetzt; entweder per ATM über das Deutsche Forschungsnetz (DFN) und Forschungsnetz Baden-Württemberg, oder mittels MBone über das Internet oder per ISDN. 

Virtueller Kongess 1999

Übertragen wurden die Eröffnung am 09.02.1999 und die Hauptvorträge mit einer Session am 10.02.1999 per ATM, ISDN und Internet an 16 Hochschulen bundesweit. Im Vergleich zur LEARNTEC’98 konnten wesentliche Neuerungen mit Erfolg eingesetzt werden, die auch im internationalen Vergleich Neuheiten für wissenschaftliche Kongresse darstellten.

Eingebunden wurden drei der sechs vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekte zum Themenbereich „Virtuelle Hochschule“ als auch ein zeitgleich stattfindender Multimedia-Workshop an der Gesamthochschule Kassel.

Die Neuerungen waren im einzelnen:

  • Interaktive Einbeziehung der virtuellen Teilnehmer per Video und Ton; die Diskussionsanmeldung erfolgte über einen Eintrag auf einer dafür eingerichteten WWW-Seite, die zugleich der zentralen Regie für den Aufruf der jeweils aktuellen Frage und dem Schalten der Verbindung diente.
  • ISDN-Einwahl für nicht angemeldete virtuelle Teilnehmer über veröffentlichte Einwahlnummern; für diese Teilnehmer war ein Video- und Tonempfang nur möglich, wenn sie über ein handelsübliches Telekonferenzsystem verfügten. Dieser Service erlaubte es den Teilnehmern, sich in die für sie interessanten Vorträge einzuwählen. Eine Diskussionsbeteiligung wurde jedoch für diese Teilnehmergruppe vorerst nicht berücksichtigt.
  • Virtuelle Referenten mit Folienvorträgen aus Zürich und Straßburg, die von den Kongressteilnehmern in Karlsruhe direkt befragt werden konnten. Dabei bestand eine Video- und Tonübertragung in beiden Richtungen.
  • Automatische Übertragung der Referentenfolien einschließlich der aktuellen Ergänzungen während des Vortrags aus Karlsruhe bzw. Zürich oder Straßburg an alle virtuellen Kongreßteilnehmer per Internet. Die Trennung der Folienübertragung von der Video/ Ton-Übertragung führte zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung gegenüber der LEARNTEC-Übertragung 1998 und ermöglichte auch die getrennten Projektion auf eine zweite Leinwand bei den virtuellen Kongreßteilnehmern, unabhängig davon ob diese eine Video/ Ton-Übertragung per ATM oder ISDN gewählt hatten (Projektion auf erste Leinwand).

Am Veranstaltungsort im Konzerthaus (Karlsruhe) bestand die Aufgabe, diese Virtualisierung des Kongresses auch den Teilnehmern überzeugend zu vermitteln. Lichtstarke Rückprojektoren, die hinter der Bühne standen, mit umschaltbaren Quellen für RGB- und Videosignale stellten die Kongressteilnehmer auf die jeweils aktuellen Szenarien ein.

Virtueller Kongress 2000 mit Leitthema "Hochschule trifft Wirtschaft"

Mit dem weiterentwickelten Technologiekonzept konnten nun virtuelle Kongressteilnehmer interaktiv mit Bild und Ton einbezogen werden. Die Videoübertragung per ATM und ISDN wurde weiter professionalisiert. Es wurde mit Doppelprojektionen gearbeitet - auf der einen die Videoübertragung interaktiv und auf der anderen die Folienpräsentation. In gleicher Weise sahen die virtuellen Teilnehmer die Vorträge. Die Foliensteuerung und -übertragung erfolgte seperat über das Internet. Die Trennung von Video- und Folienübertragung bewährte sich hervorragend. Parallel wurde mit tesion die Virtualisierung mittels Streamingtechnologie erprobt, die dann ab 2001 die ATM und ISDN-Übertragung ablösen sollte.

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